Zahnmedizin

Wurzelspitzenresektion

Mikrochirurgische Wurzelspitzenresektion mit Laserdesinfektion.

Wurzelspitzenresektion bei München

Die Wurzelspitzenresektion (WSR) ist ein mikrochirurgischer Eingriff zur Erhaltung eines Zahnes, dessen Wurzelspitze chronisch entzündet ist und auf eine konventionelle Wurzelkanalbehandlung nicht anspricht. Dr. Dr. Gath führt die Apikoektomie in München mit Vergrößerungshilfe, Ultraschall-Instrumenten, retrograder Wurzelfüllung aus MTA-Zement und Laser-Desinfektion durch -- ein Standard, der die Erfolgsrate gegenüber der konventionellen WSR signifikant erhöht. Ziel ist immer der langfristige Zahnerhalt, um eine Extraktion und ein Implantat zu vermeiden.

Mikrochirurgische WSR mit Vergrößerungshilfe

Die moderne Wurzelspitzenresektion ist ein mikrochirurgischer Eingriff. Unter sechs- bis fünfundzwanzigfacher Vergrößerung durch die Vergrößerungshilfe reseziert Dr. Dr. Gath die entzündete Wurzelspitze (ca. drei Millimeter) und inspiziert die Schnittfläche auf zusätzliche Wurzelkanäle, Isthmen und Längsfrakturen. Diese Details bleiben bei einer Resektion ohne Vergrößerung häufig unentdeckt und sind die Hauptursache für Misserfolge bei konventioneller Technik. Ultraschall-Retrotips bereiten den Wurzelkanal von der Spitze her auf, bevor der biokompatible MTA-Zement den Kanal dicht verschließt.

Retrograde Wurzelfüllung mit MTA-Zement

Nach der Resektion wird der Wurzelkanal von der Schnittfläche her (retrograd) mit MTA-Zement (Mineral Trioxide Aggregate) gefüllt. MTA ist biokompatibel, antibakteriell und härtet auch in feuchtem Milieu zuverlässig aus. Es fördert die Zementbildung an der Wurzeloberfläche und damit die biologische Abdichtung. Im Vergleich zu herkömmlichen Füllmaterialien wie Amalgam oder Super-EBA zeigt MTA in Studien die höchste Langzeitdichtigkeit und die besten periapikalen Heilungsraten.

HELBO®-Laserdesinfektion und PRGF® für die Wundheilung

Vor dem Wundverschluss behandeln wir die Resektionshöhle mit dem HELBO®®-System (photodynamische Desinfektion): Ein spezieller Thiazinfarbstoff wird aufgetragen und von Bakterien aufgenommen; anschließend aktiviert ein 660-nm-Diodenlaser den Farbstoff und erzeugt reaktiven Sauerstoff, der die Bakterienmembran zerstört – auch bei antibiotikaresistenten Keimen, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Die Kombination aus HELBO®-Desinfektion und PRGF®-Plasma optimiert die Heilung: Die konzentrierten Wachstumsfaktoren fördern die Knochenneubildung in der Resektionshöhle und reduzieren postoperative Schwellungen. Bei größeren periapikalen Defekten wird der Hohlraum zusätzlich mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt.

Ihre Vorteile – Wurzelspitzenresektion bei München

  • Zahnerhalt als oberstes Ziel -- Alternative zur Extraktion und Implantation
  • Vergrößerungshilfe mit bis zu 25-facher Vergrößerung für höchste Präzision
  • MTA-Zement als biokompatibler Goldstandard für die retrograde Füllung
  • Ultraschall-Retrotips für substanzschonende Kanalaufbereitung
  • Laser-Desinfektion zur Keimreduktion im OP-Gebiet
  • PRGF®-Wachstumsfaktoren für beschleunigte Knochenheilung

Ablauf der Behandlung – Schritt für Schritt

1

Diagnostik mit DVT

Ein dreidimensionales DVT zeigt die Ausdehnung der periapikalen Entzündung, die Wurzelanatomie und die Nähe zu Nachbarstrukturen.

2

Chirurgischer Zugang

Unter Lokalanästhesie wird ein Mucoperiostlappen gebildet. Der Knochen über der Wurzelspitze wird minimalinvasiv osteotomiert.

3

Resektion, Inspektion und retrograde Füllung

Die Wurzelspitze wird unter der Vergrößerungshilfe reseziert, die Schnittfläche inspiziert und der Kanal mit Ultraschall-Retrotips aufbereitet. MTA-Zement verschließt den Kanal hermetisch.

4

Laser-Desinfektion und PRGF®-Applikation

Die Knochenhöhle wird laserdesinfiziert, bei Bedarf mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt und mit PRGF®-Plasma versorgt.

5

Wundverschluss und Nachsorge

Der Lappen wird spannungsfrei vernäht. Nach sieben bis zehn Tagen erfolgt die Nahtentfernung. Eine Röntgenkontrolle nach drei und zwölf Monaten dokumentiert die knöterne Heilung.

Häufige Fragen zu Wurzelspitzenresektion

Wann ist eine Wurzelspitzenresektion notwendig?

Eine WSR ist dann indiziert, wenn eine konventionelle Wurzelkanalbehandlung oder Revision nicht zum Erfolg führt, weil zum Beispiel der Wurzelkanal durch einen Stift blockiert ist, die Kanalanatomie eine vollständige Aufbereitung verhindert oder eine persistierende periapikale Zyste vorliegt. Auch ein horizontaler Wurzelriss kann eine Resektion erfordern.

Welche Erfolgsraten hat die mikrochirurgische WSR?

Die Erfolgsrate der modernen mikrochirurgischen WSR mit Vergrößerungshilfe, Ultraschall-Aufbereitung und MTA-Füllung liegt bei 90 bis 95 Prozent. Zum Vergleich: Die konventionelle WSR ohne Vergrößerung und mit herkömmlichen Füllmaterialien erreicht nur 40 bis 60 Prozent Langzeiterfolg. Die Vergrößerungshilfe und MTA sind die entscheidenden Faktoren für diesen Unterschied.

Ist eine Wurzelspitzenresektion schmerzhaft?

Während des Eingriffs spüren Sie dank Lokalanästhesie keinen Schmerz. In den Tagen danach ist mit leichten Schwellungen und Druckgefühl zu rechnen, ähnlich wie nach einer Zahnentfernung. Ibuprofen und Kühlung genügen meist zur Schmerzlinderung. Die PRGF®-Therapie reduziert Schwellungen und beschleunigt die Heilung zusätzlich.

Wie lange ist man nach einer WSR krankgeschrieben?

Die meisten Patienten sind ein bis drei Tage eingeschränkt und können danach wieder arbeiten. Körperlich anstrengende Tätigkeiten und Sport sollten für etwa eine Woche vermieden werden. Der Heilungsverlauf wird durch Kühlung, Schonung und die Einnahme der verordneten Medikamente unterstützt.

Was sind die Alternativen zur Wurzelspitzenresektion?

Die einzige Alternative bei einer gescheiterten Wurzelkanalbehandlung und persistierender periapikaler Entzündung ist die Extraktion des Zahnes mit anschließender prothetischer Versorgung -- in der Regel ein Zahnimplantat. Die WSR hat den entscheidenden Vorteil, den eigenen Zahn zu erhalten. In manchen Fällen kommt auch eine Revision der Wurzelfüllung durch einen Endodontie-Spezialisten infrage.

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