Zahnmedizin

Parodontale Chirurgie

Zahnfleisch- und Parodontalchirurgie mit modernsten Techniken für gesundes Zahnfleisch.

Parodontale Chirurgie bei München

Die Parodontalchirurgie bei Dr. Dr. Gath in München umfasst sämtliche operativen Verfahren zur Behandlung fortgeschrittener Parodontitis und Zahnfleischerkrankungen. Als Facharzt für MKG-Chirurgie mit chirurgischer Ausbildung an der Charite Berlin verbindet Dr. Dr. Gath mikrochirurgische Präzision mit regenerativen Therapien -- von der Gesteuerten Geweberegeneration (GTR) über Bindegewebstransplantate bis zur PRGF®-unterstützten Lappenoperation. Ziel ist es, den erkrankten Zahnhalteapparat zu regenerieren, Zähne langfristig zu erhalten und ästhetische Zahnfleischdefekte zu korrigieren.

Lappenoperation: Zugang und Regeneration bei tiefen Taschen

Bei fortgeschrittener Parodontitis mit Knochentaschen über fünf Millimeter Tiefe reicht eine geschlossene Kurettage oft nicht mehr aus. Die chirurgische Lappenoperation verschafft direkten Zugang zu den infizierten Wurzeloberflächen und Knochendefekten. Unter Sicht werden Zahnstein, Konkremente und entzündetes Granulationsgewebe gründlich entfernt. Bei geeigneter Defektmorphologie füllen wir den Knochendefekt mit Knochenersatzmaterial und decken ihn mit einer resorbierbaren Membran ab (Gesteuerte Geweberegeneration, GTR), um neues Knochen- und Bindegewebswachstum zu fördern. Alternativ bieten wir die endogene Lappenoperation an: Dabei ersetzen wir synthetische Knochenersatzstoffe und kommerzielle Membranen vollständig durch eine aus Ihrem eigenen Blut gewonnene PRGF®-Fibrinmembran. Die darin enthaltenen körpereigenen Wachstumsfaktoren regen die echte Neubildung von Knochen und parodontalem Attachment an -- ohne jegliches Fremdmaterial und mit optimaler Biokompatibilität.

Rezessionsdeckung und Bindegewebstransplantate

Zahnfleischrückgang (Rezession) entsteht durch Parodontitis, falsches Putzen oder eine dünne Gingivabiotypie und legt die empfindliche Zahnwurzel frei -- mit Folgen für Ästhetik und Schmerzempfindlichkeit. Dr. Dr. Gath verwendet zur Rezessionsdeckung verschiedene mikrochirurgische Transplantationstechniken. Am häufigsten kommt das subepitheliale Bindegewebstransplantat zum Einsatz: Ein dünnes Bindegewebsstück aus dem Gaumen wird unter das vorhandene Zahnfleisch geschoben und bedeckt die freiliegende Wurzel. Die Erfolgsraten der Wurzeldeckung liegen bei Miller-Klasse I und II bei über 90 Prozent.

Gingivektomie und Kronenverleangerung

Übermaessiges Zahnfleisch (sogenanntes Gummy Smile) oder unregelmäßige Zahnfleischkonturen können das Lächeln beeinträchtigen. Die Gingivektomie entfernt überschuessiges Zahnfleischgewebe und modelliert eine harmonische Gingivalinie. Die chirurgische Kronenverleangerung geht einen Schritt weiter: Neben dem Zahnfleisch wird auch der darunter liegende Knochen reduziert, um mehr Zahnstruktur freizulegen -- oft notwendig, bevor eine Krone eingesetzt werden kann. Beide Eingriffe erfolgen minimalinvasiv unter Lupenbrille.

PRGF®-Unterstützung für beschleunigte Parodontalheilung

Bei allen parodontalchirurgischen Eingriffen setzen wir körpereigene PRGF®-Wachstumsfaktoren ein. Das autologe Plasma wird direkt in die behandelten Knochentaschen und auf die Wundflächen appliziert. Die konzentrierten Wachstumsfaktoren fördern die Zellproliferation, beschleunigen die Weichgewebsheilung und verringern postoperative Schwellungen. In Kombination mit GTR-Membranen unterstützt PRGF® die Bildung neuer Bindegewebs-Attachment-Fasern am Zahn -- das eigentliche Ziel der regenerativen Parodontalchirurgie.

Ihre Vorteile – Parodontale Chirurgie bei München

  • Regenerative Verfahren (GTR) zum Wiederaufbau von Knochen und Attachment
  • Mikrochirurgische Bindegewebstransplantate zur Rezessionsdeckung mit über 90 Prozent Erfolgsrate
  • PRGF®-Wachstumsfaktoren für beschleunigte Wund- und Knochenheilung
  • Erhalt natürlicher Zähne als oberste Priorität vor Extraktion und Implantat
  • Ästhetische Zahnfleischkorrekturen (Gingivektomie, Kronenverleangerung)
  • Minimalinvasive Technik unter Lupenbrillen-Vergrößerung

Ablauf der Behandlung – Schritt für Schritt

1

Parodontaler Befund und Diagnostik

Wir erheben den Parodontalstatus mit Taschentiefen-Messung an sechs Stellen pro Zahn, Blutungs-Index und DVT zur Beurteilung des Knochendefekts.

2

Vorbehandlung und Hygienephase

Vor der Operation führen wir eine professionelle Zahnreinigung und geschlossene Kurettage durch, um die Keimbelastung zu reduzieren und das Gewebe zu konditionieren.

3

Chirurgischer Eingriff mit Regeneration

Unter Lokalanästhesie wird der Lappen präpariert, die Wurzeloberfläche gereinigt und bei Bedarf eine GTR-Membran mit Knochenersatzmaterial und PRGF® appliziert.

4

Nahtversorgung und Wundschutz

Feines Nahtmaterial (5-0 oder 6-0) verschließt den Lappen spannungsfrei. Eine PRGF®-Fibrinmembran schützt die Wundfläche und fördert die primäre Wundheilung.

5

Nachsorge und Recall

Regelmäßige Nachkontrollen in den ersten Wochen sichern den Heilungsverlauf. Langfristig ist ein engmaschiges Recall (alle drei bis vier Monate) entscheidend für den Behandlungserfolg.

Häufige Fragen zu Parodontale Chirurgie

Was sind die häufigsten Ursachen für Parodontitis?

Parodontitis wird durch bakterielle Plaquebildung verursacht. Risikofaktoren, die den Verlauf beschleunigen, sind Rauchen, Diabetes mellitus, genetische Prädisposition, Stress und mangelnde Mundhygiene. Auch hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Wechseljahre) können die Empfindlichkeit des Zahnfleischs erhöhen. Frühzeitiges Erkennen und konsequente Behandlung verhindern den Fortschritt der Erkrankung.

Ist eine Parodontal-Operation schmerzhaft?

Der Eingriff findet unter örtlicher Betäubung statt und ist schmerzfrei. In den Tagen nach der Operation ist mit leichten Schwellungen und Wundschmerzen zu rechnen, die mit Kühlung und gängigen Schmerzmitteln (z. B. Ibuprofen) gut zu kontrollieren sind. Der Einsatz von PRGF® reduziert die postoperativen Beschwerden erfahrungsgemäß deutlich.

Wie lange dauert die Heilung nach einer Parodontal-Operation?

Die oberflächliche Wundheilung ist nach sieben bis zehn Tagen weitgehend abgeschlossen, die Nähte werden nach zehn bis vierzehn Tagen entfernt. Die vollständige Regeneration des Knochens und des parodontalen Gewebes dauert jedoch mehrere Monate. Regelmäßige Nachkontrollen und professionelle Zahnreinigungen sind in dieser Phase besonders wichtig.

Kann sich Parodontitis nach der Behandlung zurückbilden?

Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die gestoppt und kontrolliert, aber nicht vollständig geheilt werden kann. Durch regenerative Chirurgie kann verlorener Knochen teilweise wiederhergestellt werden. Der langfristige Erfolg hängt entscheidend von der häuslichen Mundhygiene und der regelmäßigen Teilnahme an der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT / Recall) ab.

Wie kann man Parodontitis vorbeugen?

Die wichtigsten Präventionsmaßnahmen sind gründliches Zähneputzen (mindestens zweimal täglich), die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Interdentalbürsten oder Zahnseide, regelmäßige professionelle Zahnreinigungen und Nichtrauchen. Auch ein gut eingestellter Diabetes und Stressreduktion tragen zum Erhalt eines gesunden Zahnhalteapparats bei.

Wann ist eine Rezessionsdeckung sinnvoll?

Eine Rezessionsdeckung empfehlen wir bei freiliegenden Zahnhälsen mit Schmerzempfindlichkeit auf Kälte, Wärme oder Säure, bei fortschreitendem Zahnfleischrückgang sowie bei ästhetischen Beeinträchtigungen im sichtbaren Bereich. Voraussetzung ist ein stabiler parodontaler Befund -- eine aktive Parodontitis muss vor der Deckung behandelt sein.

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